Bist Du bei Dir selbst, ist es auch Dein Hund

Auf dem Foto siehst Du wie es aussieht, wenn ich meditiere.
Die Hunde kommen angelaufen, als würde es etwas zu futtern geben, legen sich unaufgefordert zu mir und seufzen und schmatzen voller Genuss.
Manchmal so sehr, dass ich grinsen muss und mich wieder konzentrieren muss, mich nicht zu konzentrieren.
Falls Du denkst, Meditation sei irgendwas esoterisches, oder spirituelles, dann hier eine Aufklärung: Meditation heißt still zu sitzen, egal was passiert und zu versuchen konkrete Gedanken weg zu schieben. Da man nicht, nicht denken kann, kommt dann wieder ein neuer Gedanke, den man wieder wegschiebt und so weiter. Das Gehirn erholt sich dabei auf eine Weise, die durch Schlaf, oder Ablenkung nicht zu erreichen ist. Nicht unbedingt in dem Moment, da kann es sogar sehr unangenehm und aufwühlend sein, sondern über die Tage, Wochen und Monate. Es wachsen dabei nachweislich Hirnregionen, die für Selbstkontrolle und überlegtes Handeln zuständig sind.
Neue Studien weisen sogar darauf hin, dass Meditation die schützenden Strukturen auf den Chromosomen in unserem Körper stärkt und damit den Alterungsprozess verlangsamt. Grundsätzlich ist es also ziemlich sinnvoll für sich selbst zu meditieren. Und da sind wir auch schon beim Hund….
Hunde schließen sich gerne an.
Sie möchten geführt werden, aber natürlich haben sie dafür Ansprüche.
Wer führen darf, und damit auch bestimmen darf, der sollte Qualitäten wie: Fairness, Einschätzbarkeit, Besonnenheit und Selbstkontrolle mit sich bringen.
Außerdem einen Fokus auf sich, dem was sie/er will, oder nicht will und Klarheit im Ausdruck darüber. Auch wenn es nett gemeint ist, so verlassen sich Hunde in Situationen, in denen es drauf ankommt, lieber auf jemanden, der klar und bei sich ist, als auf jemanden, der sich nur um den Hund dreht und ausschließlich mit dessen Bedürfnissen und Gedanken beschäftigt ist.
Wer also bei sich ist, seine eigenen Gefühle erkennt und reflektiert, statt nur darüber nachzudenken, was der Hund fühlen könnte, der wird automatisch klarer und selbstsicherer führen können.
Hunde wissen das.
Was Führen und Folgen angeht und die vertrauensvolle Hingabe an das Können Anderer sind sie Profis. Und sie sind anspruchsvoll!
Was beim Meditieren passiert ist nun, dass der Mensch langfristig gefasster und klarer wird, nicht nur durch seine Emotionen geleitet wird und seine Handlungen, oder auch das Unterlassen von Handlungen besser im Griff hat.
Beim Meditieren selbst ist sie/er ganz auf sich konzentriert. Seinen eigenen Atem, das zwicken und zwacken, was sofort auftritt, wenn man sich vornimmt still zu sitzen, den Juckreiz, der immer dann anfängt, wenn man weiß, dass man jetzt nicht Kratzen darf, weil man ja meditiert.
Dazu kommen die lustigen Gedankenblitze des entspannt durch die Erinnerungs-Datenbank zapenden Gehirns, das einem direkt hintereinander im Sekundentakt offenlegt, was man vergessen hat auf die Einkaufsliste zu schreiben, welcher Schulfreund damals in der dritten Klasse das Kaugummi aus dem Rucksack geklaut haben muss und wie man morgen diese wichtige Email formulieren sollte.
Genau dieser Moment des Beisichseins macht, dass die Hunde da sein wollen, nah sein wollen, dass sie vollkommen entspannen und Nähe suchen. Dieses Phänomen kenne übrigens nicht nur ich. Mit meiner zweiten Firma „KöterCoach“ mache ich mit meiner Kollegin und Freundin Lisa Pinsdorf zusammen Online-Kurse für Hundetrainer*innen, bei denen es auch immer wieder um Meditation mit Hund geht. Einer der Kurse beschäftigt sich sogar ausschließlich mit der eigenen Achtsamkeit als Mensch und Meditation und Ruheübungen für den Hund.
Was unsere Kund*innen berichten wiederholt sich auch hier: Bin ich bei mir, ist mein Hund es auch. Bin ich entspannt, dann entspannt auch mein Hund.
Ein tolles Wirkmuster und ich finde, dass es sich wirklich lohnt, sich damit einmal zu beschäftigen. Natürlich ersetzt Entspannung keine Erziehung! Aber es macht sie so viel besser!
Falls Du Dir den Kurs ansehen möchtest, schau doch mal hier:

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